Du kotzt mich an

schwarz-2016

Liebes 2016,

Du kotzt mich an. Du bist die Beziehung, die man so sehr bereut. Du bist die Grippe, die man im Sommer hat, während alle anderen im Schwimmbad Spaß haben. Du bist die Verwandtschaft, die einen immer kritisiert. Kurz um: Es würde einem besser gehen ohne dich.

Selbst ein Kampf mit Voldemord erscheint stellenweise verlockender als das Weltgeschehen in diesem Jahr. Aber kam jemals ein Brief aus Hogwarts? Nein.
Stattdessen hast du Helden meiner Kindheit und prägende Persönlichkeiten meiner Jugend genommen – vielen Dank dafür. Rickman, Schell, Wiesel, Spencer, Ali, Gentscher, Williemsen, Michael, Prince, Cohen, Bowie, Fisher und Wölli Rohde – um nur einige zu nennen.

Trump als Präsident der USA, Brexit, stätige wachsende AfD-Umfrage-Werte, immer größere Unterstützung von populistischen Parteien in ganz Europa, der Amoklauf in München, der Putschversuch in Istanbul und die Folgen, die Ermordung der Brexit-Gegnerin Jo Cox, Anschläge in Brüssel, Istanbul, Berlin, Würzburg, Orlando, Nizza, Ansbach, Bagdad, Tartus, Dschabl und noch so vielen anderen Orten, die aber kaum mediale Berichterstattung erfahren haben. Wirklich tolle Leistung.

Wenn ich nun eines von deinen Vorgängern gelernt habe, dann, dass solche Erlebnisse, sowohl unsere privaten Tragödien als auch die gesamtgesellschaftlichen Vorfälle, ihre Spuren hinterlassen werden. Ein paar werden uns nächstes Jahr noch beschäftigen, andere werden wir relativ schnell vergessen, manche werden wir jedoch nie aus unseren Gedanken löschen können, selbst wenn wir uns nichts mehr wünschen. Ich habe aber auch gelernt, dass Kämpfen gegen alle Widerstände die richtige Methode ist – immer.

Also kämpft! Lebt! Macht etwas aus dem nächsten Jahr, selbst wenn es genauso aussichtslos erscheint wie dieses. Ja, das Leben ist scheiße. Nicht nur das – es ist verdammt ungerecht, hinterhältig, anstrengend. Und die Menschen, die darin umherstolzieren, machen das Ganze oftmals nicht besser. Freunde aufgeben zu müssen, weil man erkannt hat, dass sie nie welche waren, schmerzt. Verlassen zu werden, obwohl man zutiefst davon überzeugt ist, für den anderen perfekt zu sein, schmerzt. Von jemand Abschied nehmen und erkennen zu müssen, dass es nie genug gemeinsam verbrachte Zeit gab, schmerzt. Das Leben ist keine Facebook-Chronik, bei der nur die schönen Bilder mit Filter geteilt werden. Das Leben ist voller Schmerz, voller Leid. Besonders dieses Jahr. Aber es ist bald vorbei – so wie alles vorübergeht, sein Ende findet. Das Leben ist viel fragiler und kürzer als wir es unter Klausurenstress, Rechnungsüberweisungen und der medialen Selbstinszenierung begreifen.

Also macht das Beste daraus! Findet Zeit, nicht Zeug. Genießt das Leben. Geht raus. Redet miteinander, anstatt per WhatsApp zu fragen, wie es läuft. Seid mutig, geht Risiken ein, macht die Dinge, vor denen ihr euch fürchtet, bezieht Stellung, tretet für andere ein, stellt euch eurem Herzschmerz und versucht weiter zu leben. Und nein, es ist nicht mutig, mit 20% Akku das Haus zu verlassen. Macht euch weniger zu Sklaven der Technik, Likes definieren nicht euer Selbst – genießt das reale Leben.

Rock am Ring 2015

Genießt das (reale) Leben: Pogt auf Festivals!

Pogt auf Festivals, schlendert über Weihnachtsmärkte, fahrt Achterbahnen in Freizeitparks. Lasst euch keine Angst machen. Nicht von Anschlägen, nicht von populistischen Parteien, die Flüchtlinge generalisieren und zur allgegenwärtigen Gefahr erklären. Diese Menschen fliehen vor unfassbarer Armut (die auch aus der westlichen Wirtschaftsweise resultiert) und Krieg. Für sie sind Anschläge Normalität. Für uns sollte es Normalität werden, solchen Menschen zu helfen. Genau jetzt ist die Zeit, für die Werte von Demokratie und Freiheit einzutreten. Gegen Hass und Gewalt. Ja, 2016 war in großen Teilen scheiße, aber es liegt an uns, das Beste aus 2017 zu machen.

Die Flüchtlingskrise: Ein Update

KOMMENTAR: Mittlerweile ist es November. Die sogenannte Flüchtlingskrise ist schon lange zum innenpolitischen Problem erhoben worden. Offiziell befindet sich diese Krise jetzt in ihrem zweiten Jahr – völlig ungeachtet der Tatsache, dass auch vor 2015 Einwanderung auf diesem Weg stattfand. Zur Erinnerung: Der Krieg in Syrien dauert bereits fünf Jahre an. Bisher wurde angenommen, dass etwa eine 250.000 Menschen dabei ums Leben gekommen sind. Allerdings wurde die Zählung der Opfer Mitte 2014 eingestellt, da zuverlässige Daten nicht zugänglich seien, so der UNHCR. Seit 18 Monaten können die Verluste also nicht einmal mehr erhoben werden. Wissenschaftler des Syrischen Zentrums für Politikforschung gehen bereits von einer Dopplung der Zahl aus.

Es haben zwar über den gefährlichen Seeweg mehr als 171.000 Personen von der Türkei aus die Ägäischen Inseln Griechenlands erreicht. Aber mit den Rekordzahlen des Vorjahres hat das nur noch wenig zu tun. Noch in den ersten beiden Monaten des Jahres kamen ganze Flüchtlingsströme auf den Inseln an. Der Strom aber hat sich seit dem Inkrafttreten des Abkommens zwischen der Türkei und der Europäischen Union vom 20. März 2016 verlagert. Nach Griechenland kommen vor allem Kriegsflüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak – knapp die Hälfte sind Syrer.

In Syrien verschlimmert sich die Lage zusehends. So erklärte Stephen O’Brien –UN-Koordinator für humanitäre Hilfe – , vor dem New Yorker UN-Sicherheitsrat, dass dort derzeit 974.080 Menschen in belagerten Städten und Dörfern ausharren. Vor einem halben Jahr sei weniger als die Hälfte betroffen gewesen. Dazu komme noch der Winter. Die Menschen  seien abgeschnitten von Hilfsleistungen. Fassbomben und Chlorgasangriffe kosten nicht nur unzählige Leben, mittlerweile seien auch die letzten verbleibenden Krankenhäuser und zivilen Einrichtungen unter Beschuss genommen. Schuldig sei daran – in der Regel durch Augenzeugen und lautstarke Äußerungen der US-Regierung bekundet – die Syrische Armee samt russischen Verbündeten. Eine Waffenruhe ist nicht in Sicht. Trotzdem sind die Ankunftszahlen seit März massiv abgefallen. Dass die Umsetzung eines politischen Abkommens derart signifikant auf den Flüchtlingsstrom einwirken kann, lässt tief blicken und eröffnet dabei trotzdem Raum für Spekulationen über eine Beteiligung – oder zumindest die Mitwisserschaft – der türkischen Regierung.

Signifikant steigt daraufhin allerdings die Zahl derer, die die Küsten Italiens ansteuern: Knapp 165.000 Personen kamen über das Mittelmeer aus Nigeria, Eritrea und anderen afrikanischen Ländern. Der Ausspruch „Afrika sitzt auf gepackten Koffern“ macht nicht nur die Runde, sondern auch Angst, denn Afrika ist groß und das Boot für viele schon voll.

Die Trumpmania: „Make America great again!“

KOMMENTAR: 219 Millionen Menschen waren an diesem Dienstag, dem 8. November 2016 berechtigt den 45. Präsidenten, Donald Trump (Republikaner) oder erstmals eine Präsidentin, Hillary Clinton (Demokraten) zu wählen. Noch während Wählerstimmen am Mittwochmorgen ausgezählt werden,  ist die Entscheidung schon lange gefallen: Als Florida an den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Trump ging, war der Traum von einem Durchmarsch Clintons ausgeträumt. Bisher haben 306 Wahlmänner und -frauen ihre Stimme für Trump gegeben – sie sind es, die eine Wahl in den USA entscheiden. Sobald 270 Wahlmänner und -frauen einen Kandidaten gewählt haben, ist die Wahl de facto beendet. In 48 der 52 Staaten gilt dabei die Regel, dass alle Wahlmännerstimmen an den Kandidaten gehen, der eine Mehrheit erhält. Dieses „The Winner-Takes-It-All-Prinzip“ bringt das indirekte Wahlrecht vieler US-Bürger auf den Punkt. Wie bereits zuletzt im Jahr 2000 zieht dadurch der Kandidat ins Weiße Haus ein, der insgesamt weniger Wählerstimmen erhalten hat, aber die Wahlmänner und -frauen überzeugen konnte. Deshalb wird auch das Wahlsystem in Amerika regelmäßig kritisiert; neben den beiden etablierten Parteien und deren Vertretern, die sich konstant bekriegen, gibt es keine Opposition. Andere Parteien haben keine Chance auf politische Mitbestimmung. Und so hat es der Mann geschafft, den die Macher der „Simpsons“ schon vor 16 Jahren in diesem Amt gesehen haben. Es ist nicht nur das Symptom einer fragwürdigen Demokratie, die sich selbst unterläuft, sondern auch beängstigend. Indem er zum Beispiel den Klimawandel als von Menschenhand unabhängig beschreibt, gibt er sich selbst die Erlaubnis, Bodenschätze auszubeuten und dadurch Arbeitsplätze zu schaffen. Machen wir uns nichts vor: Trump als Wirtschaftsliberaler wird bald politische Tatsachen schaffen, im Amt des Präsidenten. In diesen Tagen muss dieser Schock erst einmal verdaut werden.

In gewisser Weise führt die Wahl eines frauenverachtenden Populisten aber auch vor Augen, wie zumindest knapp die Hälfte der amerikanischen Wähler tickt. „Women for Trump“ sagen, sie wollen nicht länger Opfer sein. Natürlich leben wir in schnelllebigen und teilweise unüberschaubaren Zeiten, in der einfache Lösungen Mangelware sind. Aber was macht diese Frauen oder andere Anhänger der Trumpmania zu Opfern? Vielleicht fühlen sie sich durch diesen Mann repräsentiert, der beweist, dass absolut jeder Präsident sein kann – sozusagen dem american dream in Person. Er will Dinge vereinfachen, klare Tatsachen schaffen: Die Mauer an der Grenze zu Mexiko, die Einreisesperre und Ausweisung aller Muslime. Diese Entschlossenheit ist es, die viele nachdenklich und zuweilen besorgt stimmt. In den USA gibt es zwar Studentenproteste, aber dass die Wahl angefochten wird, gilt doch eher als unwahrscheinlich. Für die Bürger der USA bleibt nur zu hoffen, dass sie für sich die richtige Wahl getroffen haben. Die Ehrfurcht vor dem Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten zumindest ist nach dieser Wahl größer denn je. Gleichzeitig drängt sich das Gefühl auf, die Amerikaner halten sich selbst mit Trump einen Spiegel vor. Ob ihnen dieser Anblick gefällt, wird sich im Laufe der Amtszeit des 45. Präsidenten der USA zeigen.

Der Soundtrack zum Sommer 2016

Passend zu den Sommerferien, die inzwischen in fast jedem Bundesland begonnen haben, scheint sich der Sommer nun endlich auch häuslich in Deutschland einzurichten.  Für Urlaubsfeeling haben wir eine Playlist zusammen gestellt, die an jedem sonnigen und nicht-sonnigen Tag gute Laune verbreitet.

Chartstürmer

Momentan auf Platz eins der deutschen Charts: „Don’t be so shy“ von Imany. Der Remix von Filatov & Karas, der mit Elektro-Beats und eingängigem Gesang überzeugt,  wird in den Radios hoch und runter gespielt. „This Girl“ von Kungs & Cookin‘ on 3 Burners verbreitet mit seiner Trompetenmelodie auf Platz zwei gute Laune zu jeder Uhrzeit. Auf Platz drei hält sich das EM-Lied „This One’s for you“ von David Guetta feat. Zara Larsson. Und auch wenn Deutschland den EM-Titel leider nicht gewonnen hat, kommen doch jede Menge gute Erinnerungen an die Europameisterschaft 2016 hoch.

Geheimtipp

Sam Feldt x Lucas & Steve feat. Wulf mit „Summer on you” – viele Künstler und ein Songtitel, der eigentlich schon alles sagt. Mit tropischen Klängen und passendem Beat verleitet dieses Lied zum Tanzen und Mitsingen. Für lange Reisewege empfiehlt sich „Home“ von Islandis. Der Indie-Pop-Song ist die musikalische Verkörperung eines Roadtrips und klingt zudem so, als würde er gerade von einem Kassetten-Rekorder abgespielt werden. Der nächste Geheimtipp ist vor allem etwas für Fans deutscher Musik: „Still Mit Dir“ von Richard Istel, der 2009 bei der RTL-Show „Das Supertalent“ teilgenommen hat. Der Titel überzeugt mit viel Gefühl und schöner Melodie.

Last Summer

Und wenn der Sommer 2016 doch noch einen Rückschlag erleidet, gibt es ja immer noch die „heißen“ Hits vom letzten Jahr. Wie wäre es zum Beispiel mit „Lean On“ von Major Lazor – oder „Fun“ von Pitbull feat. Chris Brown? Und wer erinnert sich noch an „Intoxicated“ von Martin Solveig? Es macht ja auch Spaß, Lieder der vergangenen Sommer zu hören und in Erinnerungen zu schwelgen.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Sommer nun endlich auch so bleibt, wie er ist. Die passende Musik liegt jedenfalls bereit und wartet darauf, unsere Ohren zu beschallen.

Vorschau: Nächste Woche lest ihr hier ein Interview mit Azing Moltmaker, dem Leiter  des Beatles-Museums in Alkmaar.

Von Boho bis Spinnennetz-Optik – Sommertrends 2016

Auch wenn der Sommer in Deutschland noch nicht so recht aus seinem Winterschlaf erwachen will, solltet ihr für die heißen Tage gewappnet sein. Doch was zieht ihr an, wenn draußen die Sonne scheint?

Von Boho bis Spinnennetz-Optik bringen die Sommertrends 2016 so einiges mit.

Boho-Chic

Spitzenreiter ist die romantische Mode im Hippie-Stil. Um verspielte Blusen und Kleider kommt ihr diesen Sommer nicht herum. Besonders süß ist die Kombination aus Spitze und Blumenprints.

Einfach Bombe

Gut zu Sommerkleidchen kombinierbar sind bunte Bomberjacken. Sie zählen zu den Trendstücken der Saison. Denn sie sind cool, unkompliziert und perfekt für den Übergang oder laue Sommerabende.

Must(er)-Haves

Ein weiteres Trend-Highlight sind Fransen. Für Modeliebhaber vielleicht nicht neu, im Sommer 2016 aber definitiv ein Muss. Beliebt sind Fransen an den Säumen von Kleidern, auch mittendrin darf es schön fransig sein.

Zu den trendigen Mustern wie großen Karos gesellen sich jetzt auch Streifen. Egal ob längs oder quer, dick oder dünn – Ringelshirts dürfen in keinem Kleiderschrank mehr fehlen. Sie sind  nicht nur bequem und sehr alltagstauglich, sondern mit einem Blazer drüber sogar fürs Büro geeignet.

Goldiger Sommer

Der deutsche Sommer bringt bisher zwar keine Glanzleistung – umso mehr darf es aber bei den Outfits glitzern. Der Metallic-Look ist gerade super in! Designer packen ordentlich Pailletten und Glitzer auf die Kleidung und haben auch bei Metallic-Stoffen nicht gespart. Freizeit- oder partytauglich wird der Modetrend in Kombination mit neutralen Tönen wie Schwarz, Weiß oder Grau.

Lingerie-Look

Schlafanzüge sind jetzt auch außerhalb der eigenen vier Wände tragbar? Eindeutig: Ja! Das sogenannte Slip-Dress war letzte Saison schon oft zu sehen, diesen Sommer noch häufiger. Es ist unkompliziert zu stylen und solange Seide und eine edle Tasche im Spiel sind, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Hoch im Kurs stehen diesen Sommer außerdem semitransparente Stoffe mit Netzmustern. Bei manchen Designern werden sie sogar von Kopf bis Fuß eingesetzt – alltagstauglich sind die Klamotten in Spinnennetz-Optik eher nicht, aber am Abend definitiv ein Hingucker!

Farbenpracht

Bei den Trendfarben im Sommer 2016 ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wer es dezenter mag, kann Kleidung in zarten Pudertönen oder kühlem Graublau tragen. Wer hingegen kräftige Farben liebt, darf zu tiefem Blau, Korall- oder warme Pfirsichtönen greifen.

Damit sind wir modisch bereit für die heißen Tage des Jahres – Sommer, das ist dein Stichwort!

Vorschau: Im August erfahrt ihr alle Tipps und Tricks rund um das Packen für eine Asienreise.

 

Fünf Tipps für einen unvergesslichen Festivalsommer

Nachdem wir vor einigen Jahren bereits in dieser Festival-Packliste einige der Dinge aufgelistet haben, welche auf einem Festival nicht fehlen dürfen, hat Face2Face hier noch ein mal fünf weitere Tipps für einen unvergesslichen Festival-Sommer, der nicht von nervenden Kleinigkeiten, wie fehlender Ausrüstung oder unpassender Kleidung, getrübt wird.

1. Zweckmäßige Kleidung! Egal, was euch die Instagram- Welt mit ihren durchgestylten Coachella-Hashtags weismachen will, bodenlange Häkel-Mäntel oder offene Birkenstocks sehen vielleicht hip und trendy aus, gehören aber definitiv nicht auf ein Festival!  (Carolin Kebekus ist in diesem Video übrigens der gleichen Meinung.) Stattdessen gilt: Zweckmäßigkeit geht ausnahmsweise mal vor! Regencape, wasserdichtes und festes Schuhwerk (auch Gummistiefel!) und die warme Fleecejacke gehören daher auf jeden Fall mit ins Gepäck. Dann macht euch auch der Dauerregen vor der Bühne auch nichts mehr aus. Und in diesem Artikel erfahrt ihr, wie man Zweckmäßigkeit und Style sogar verbinden kann.

Southside Festival 2015 Copyright (c) Matthias Rhomberg www.rhomberg.cc

Southside Festival 2015
Copyright (c) Matthias Rhomberg www.rhomberg.cc

2. Stabile Camping-Ausrüstung! Ein weiterer wichtiger Punkt auf einem Festival: Man schläft dort üblicherweise in einem Zelt! Es ist zwar nicht immer das Eigene, aber dennoch ist man sehr froh darüber, wenn dieses stabil und wasserdicht ist. Daher unbedingt genügend Heringe mitnehmen und sich lieber ein bisschen mehr Zeit zum ordnungsgemäßen Aufbauen nehmen. Dann muss man während strömendem Regen nicht panisch um das Zelt hechten, um alles provisorisch zu befestigen. Gleiches gilt für Pavillons, Campingstühle und co.: Es muss nicht das Teuerste sein, aber Stabilität wäre schon wichtig- ein Festival ist immerhin eine Großbelastung, wie diese Bildergalerie kreativer Notlösungen beweist.

3. Weniger ist manchmal mehr! Auch wenn funktionale Kleidung und Ausrüstung wichtig sind, sollte man sich auf einige, wichtige Teile beschränken. Fünf paar Schuhe und zehn Oberteile kosten viel Platz und sind sehr schwer. Bedenke: Alles, was du mitbringst, musst du im Zweifelsfall mehrere Kilometer zum Campingplatz schleppen. Gleiches gilt für Einkäufe: Viele Festivals haben inzwischen einen sehr gut sortierten Supermarkt, die große Schlepperei von zehn Ravioli-Dosen kann man sich daher meistens sparen.

4. Lade die Akkus! Ein weiterer wichtiger Punkt, den man auf einem Festival beachten muss: Es gibt in der Regel keinen Strom. Solltest du also zu Denjenigen gehören, die das Wochenende über nicht auf ihr Handy verzichten wollen: Investiere lieber im Vornherein in eine ordentliche Power-Bank, statt dich mit hundert anderen in die Schlange von einer einzigen Mehrfachsteckdose zu stellen. Die Zeit kann man auf einem Festival definitiv besser investieren! Inzwischen gibt es auch hier meist Anbieter, wie beispielsweise Volt, die dir jeden Tag eine geladene Powerbank gegen einen gewissen Betrag zu Verfügung stellen. Einfach mal auf der Festival-Homepage nachschauen! Ein weiterer kleiner Tipp: Inzwischen gibt es einfache Smartphones schon für unter 80€, wie beispielsweise das Huawei Y3 für 70 Euro, die verbrauen in der Regel weniger Akku und die Katastrophe hält sich in Grenzen, wenn sie im Festival-Tummel verloren oder kaputt gehen.

Southside Festival 2015  Copyright (c) Matthias Rhomberg  http://fb.com/matthias.rhomberg  http://rhomberg.cc

Southside Festival 2015
Copyright (c) Matthias Rhomberg
http://fb.com/matthias.rhomberg
http://rhomberg.cc

5. Eine Stimmungs-Macher Playlist! Auch wenn es meist keinen Strom gibt, so sind die meisten Festivalisten dennoch sehr kreativ, wenn es darum geht, auch auf dem Campingplatz für die richtige musikalische Untermalung zu sorgen. Solltet ihr euch also an Punkt Vier gehalten haben, und beispielsweise eine geladene Musikbox am Start habt, darf natürlich die Festival-Playlist nicht fehlen! Doch auch schon für die Hinfahrt ist eine gut gemischte Liste, die euch schon auf eure Lieblingsbands einstimmt, ein Garant für gute Stimmung. Vorfreude ist denn ja bekanntlich die schönste Freude! Also schnell noch eure Lieblingslieder zusammenschmeißen, und es kann losgehen!

5 Filmtipps für das Jahr 2016

Das alte Jahr ist vorbei und inzwischen sind wir wohl alle wieder nach dem Feiertags-Marathon im alltäglichen Leben angekommen. Face2Face hat sich für euch mal die angekündigten Kinofilme für dieses Jahr angeschaut und die Highlights rausgesucht, die ihr 2016 auf keinen Fall verpassen dürft! Also, „Vorhang auf“ für die Blockbuster im Jahr 2016:

 „The Revenant – Der Rückkehrer“

Das Kinojahr legt mit „The Revenant – Der Rückkehrer“ mit dem Start am 07.Januar direkt mit einem richtigen Kracher los. Als der Trapper Hugh Class im Zuge seiner Mitgliedschaft einer Expedition durch die USA von einem Grizzly verletzt wird, lassen ihn seine Begleiter kurzerhand schwerverwundet und ohne Waffen zurück – mit dem Gedanken, dass er diesen Angriff nicht überleben wird. Doch das tut er! Mit gebrochenem Bein aber voller Hass auf die, die ihn zurück gelassen haben, schleppt er sich durch die Wildnis, um sich zu rächen. Für seinen letzten Film („Birdman“) erhielt der Regisseur Alejandro González vier Oscars, ob es für die Rolle des „Rückkehrers“ wohl auch endlich der langersehnte Oscar des besten Hauptdarstellers für Leonardo DiCaprio geben wird?

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Auch im neuen Jahr immer eine gute Idee: Ein schöner Kinoabend mit einem spannenden Film. (Quelle: Tim Reckmann / pixelio.de)

„The Hateful Eight“

Am 28. Januar startet ein weiterer Film, den man keinesfalls verpassen sollte, denn Regisseur und Drehbuch-Autor ist kein geringerer als Quentin Tarantino! Nach „Django Unchained“ trägt der Kopfgeldjäger in „The Hateful Eight“ den Namen John Ruth (Kurt Russell), welcher mit seiner Gefangenen Daisy Domerque (Jennifer Jason Leigh) aufgrund widriger Wetterverhältnisse Zuflucht in einer Hütte sucht. Doch dort sind die beiden nicht alleine! Sechs weitere Männer halten sich auf der Hütte versteckt und sind ebenfalls an dem Kopfgeld auf Domerque interessiert. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt…

 

„Spotlight“

Auch mit dem Film „Spotlight“, der ab dem 25. Februar auf den deutschen Kinoleinwänden zu sehen sein wird, bleiben wir vorerst zu Beginn des Jahres bei düsteren Themen. In diesem Film dreht sich alles um die wahre Geschichte eines Journalistenteams (u.a. Rachel McAdams und Mark Ruffalo) welches sich mit den Missbrauchsverbrechen von mehr als 80 pädophilen katholischen Priestern in Boston beschäftigt hat. Die besondere Mischung zwischen spannendem Thriller und mit starken Emotionen aufgeladenen Drama machen diesen Film besonders spannend und zu einem der größten Favoriten für die anstehende Oscarverleihung.

„BFG – Big Friendly Giant“

Bei dem Film „BFG – Big Friendly Giant“  (Kinostart: 28. Juli) haben wir es mit einer Verfilmung des 1984 erstmals erschienenen Kinderbuch-Klassikers von Roals Dahl („Sophiechen und der Riese“) zu tun. In der Geschichte geht es um die kleine Sophie, die plötzlich eines Nachts Bekanntschaft mit einem Riesen macht. Zum Glück hat er nichts Böses im Sinn, und würde Sophie niemals etwas antun. Leider kann man das vom Rest seiner Artgenossen nicht behaupten, die essen nämlich nichts lieber als Menschen! Steven Spielberg setzt nach über 34 Jahren (damals: „E.T. – Der Außerirdische“) wieder einmal ein Skript der Drehbuchautorin Melissa Mathison um. Man darf gespannt sein!

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Führt die magische Welt von J.K. Rowling fort: Der Film „Phantastische Wesen und wo sie zu finden sind“. (Quelle: Ilka Plassmeier / pixelio.de)

„Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“

Und zu guter Letzt beschäftigt sich auch der letzte Film, welcher am 17. November starten wird, mit Riesen und weiteren „Phantastische(n) Tierwesen und wo sie zu finden sind“. Um diese magischen Kreaturen zu erforschen reist der begabte, aber auch sehr eigenwillige Zauberer Newt Scamander (Eddie Redmayne) durch die ganze Welt. Immer mit dabei: Sein magischer Koffer, welcher eine Vielzahl an seltenen Wesen – samt ihr Lebensräume! – beherbergt. Als er auf seiner Reise Station in den USA macht, muss er erkennen, dass andere Länder sogar noch stärker versuchen, die Zaubererwelt – und damit auch ihre Lebewesen – zu verstecken. Da trifft es sich natürlich gar nicht gut, dass ausgerechnet dort eine Reihe seiner Geschöpfe den Weg aus dem Koffer gefunden haben…

Neues Jahr, neue Mode – oder doch nicht?

Man sagt ja bekanntlich „alle Jahre wieder“. Soll heißen: Irgendwann kommt jeder Trend wieder in Mode. Ob Schlaghosen aus den 70ern oder Karottenhosen aus den 80er Jahren – alles hat man die letzten Jahre schon mal gesehen. Doch was ist der neue Trend für das Jahr 2016?

Was landet 2016 in eurem Kleiderschrank? Wir haben die aktuellen Trends mal unter die Lupe genommen (Foto: T. Gartner)

Was landet 2016 in eurem Kleiderschrank? Wir haben die aktuellen Trends mal unter die Lupe genommen (Foto: T. Gartner)

Fangen wir von unten an, bei den Schuhen. Letztes Jahr waren weiße Snikers hoch im Kurs. Die Lieblingsmodelle unter ihnen: Stan Smith und Superstar von Adidas. Doch was kommt dieses Jahr? Nike scheint Adidas abzulösen. Der Schuhklassiker für 2016 wird der Cortez von Nike sein. Er kam 1972 das erste Mal auf den Markt. Schauspieler-Ikone Farrah Fawcett, bekannt aus der Fernsehserie „Drei Engel für Charlie“, war großer Fan von ihnen. Das Original des Modells ist weiß mit einem roten Nike-Haken. Es ist übrigens auch das Modell, in dem Schauspieler Tom Hanks als Forrest Gump im gleichnamigen US-Drama 1994 läuft. Der kultige Schuh wurde im Rahmen der „Holiday“-Kollektion von Nike neu aufgelegt. Untenrum bleibt es im Jahr 2016 also bei weiß, nur die Marke ändert sich.

Und was tragen Frau und Mann im neuen Jahr drunter? Bunte Socken als Hingucker waren 2015 schon in, auch 2016 dürfen sie nicht fehlen. Mit Neonfarben zu einem ansonsten minimalistischen Look und weißen Snikern könnt ihr also nichts falschmachen!

Bleiben wir bei weiß. Wer denkt, weiß im Winter sei zu sommerlich, der hat sich getäuscht. Gerade jetzt in den kalten Wintermonaten sind weiße oder cremefarbene Strickpullis total angesagt. Fotogarfen sichteten Model-Ikone Heidi Klum in solchen Teilen auf den Straßen Amerikas.

Wer Schwarz liebt, muss jetzt stark bleiben, denn: Die Trendfarbe wird durch dunkles Blau ersetzt. Fashion-Bloggerin Leandra Medine trägt gerne Ton-in-Ton-Looks und kombiniert dazu bunte Accessoires. Was früher mal als ein Mode-Tabu galt, wird heute zum Trend. Die Kombination von Schwarz und Blau ist jetzt erlaubt! Auch bei anderen Farben darf wieder experimentiert werden. Color Blocking ist jetzt wieder in. Plakative Streifen in Farben wie Gelb, Lila oder Orange werden zum Trend. Auch Ringelshirts, die 2015 in keinem Kleiderschrank fehlen durften, bleiben ein modisches It-Piece.

Oben angekommen sind wir beim Schmuck, genauer bei den Ohrringen. Falls ihr Creolen in Gold oder Silber habt, dürft ihr sie wieder herauskramen. Der Ohrschmuck aus den 90er Jahren mit mindestens zwei bis drei Zentimetern Durchmesser feiert sein Comeback.

Wer aufgepasst und mitgedacht hat, ist beim nächsten Aussortieren des

Kleiderschranks etwas vorsichtiger, und behält manche Teile lieber noch ein oder zwei Jahre länger. Denn alles kommt irgendwann wieder – auch die heißesten Fashion-Trends der 70er, 80er oder 90er Jahre!

Vorschau: Nächsten Monat geht es um den Fastnachts-Chic: Zu lesen gibt es einen Styleguide für die fünfte Jahreszeit.