Sechs Monate Frankreich: From Paris with Love

Am 14. Juli: Der Eiffelturm während des Nationalfeiertags. (Foto: Marjolaine Champagne)

Am 14. Juli: Der Eiffelturm während des Nationalfeiertags. (Foto: Marjolaine Champagne)

Ich wagte das Abenteuer und begab mich sechs Monate in die Stadt der Liebe und Köstlichkeiten: Paris. Ein halbes Jahr sagte ich Frankfurt „Goodbye“ und machte mich auf in die meistbesuchte Stadt Europas. Mit 12 Millionen Bewohnern ist Paris das Zentrum Frankreichs – sowohl ökonomisch als auch kulturell. Ob das Musée du Louvre, L’arc de Triomphe, die Basilique du Sacré Coeur oder der berühmtberüchtigte Eiffelturm: All diese gigantischen Gebilde sah ich nun jeden Tag. Ob auf dem Weg in die Uni, auf dem Nachhauseweg, wenn ich mich mit Freunden traf und einfach das Pariser Leben genoss. Nach ein paar Tagen hatte ich mich durch den französischen bürokratischen Universitätsdschungel gekämpft und erste Freunde gefunden. In einer Metropole wie Paris mit zwölf Universitäten findet sich schnell Anschluss zu anderen Erasmus-Studenten, was schon nach kurzer Zeit eine Art Heimatgefühl aufkommen lässt. Als ich im Juli letzten Jahres meine ersten Schritte in Paris machte, durfte ich direkt den Nationalfeiertag am 14. Juli miterleben. Militäraufmarsch, ein Konzert und beeindruckendes Feuerwerk direkt am Eiffelturm. Ganze acht Stunden saß ich auf einer Picknickdecke auf dem Champs de Mars und sicherte mir damit einer der besten Plätze für das Feuerwerk am Abend – und es hat sich gelohnt!

Durch die vielen Studenten und jungen Menschen ist es in einer Stadt wie Paris nicht einfach (und vor allem sehr teuer!) ein kleines, bezahlbares Studio zu finden. Ich wurde fündig und für schlappe 520 Euro konnte ich zehn Quadratmeter inklusive Badezimmer im Westen von Paris mein Eigen nennen.
Ob laue Sommerabend an der Seine, ausgelassene Partyabende oder ein gemütliches

Bei strahlendem Sonnenschein: Der L'arc de Triomphe. (Foto: Isabelle Hohmann)

Bei strahlendem Sonnenschein: Der L’arc de Triomphe. (Foto: Isabelle Hohmann)

Abendessen: Mit meiner neuen (überwiegend deutschen) Clique verbrachte ich viel Zeit und innerhalb von kurzer Zeit hatte ich das Gefühl, dass wir uns schon ewig kennen. Wahrscheinlich ist diese kurze, begrenzte Zeit das, was ein Erasmus-Aufenthalt ausmacht: Man genießt jede Sekunde, denkt nicht an morgen und erlebt alles mit neuen Augen.
Diese Ausgelassenheit wurde einem fast wie der Boden unter den Füßen weggerissen, als im November bei den Attentaten in Paris 130 Menschen ihr Leben verloren. Die sonst so lebendige, aufbrausende Stadt war am darauffolgenden Wochenende und Montag fast wie leergefegt. In meiner ganzen Zeit in Paris habe ich die Stadt und Metro nie so leer gesehen. Ich wurde achtsamer, am Universitätsgebäude wurden Taschenkontrollen durchgeführt. Aber eins stand für mich fest: Ich werde mich nicht unterkriegen lassen!
Ich wollte nicht nur Paris sehen, ich fuhr in die wunderschöne Normandie, besuchte im Dezember ein Konzert in Lille und reiste zum Abschluss meines Aufenthalts in Frankreich an die Côte

Atemberaubend: Die Basilique du Sacré Coeur. (Foto: Marjolaine Champagne)

Atemberaubend: Die Basilique du Sacré Coeur. (Foto: Marjolaine Champagne)

d’Azur: Monaco, Nizza, Montpellier ließen mich eine andere Seite von Frankreich kennenlernen. Der hektische Alltag in Paris war weit weg, das Meer schlug gegen die Felsen und die Yachten in Monte Carlo warteten auf die Weiterfahrt. Ich verabschiedete mich (vorerst) von Frankreich und wusste zugleich, dass es mich irgendwann hierherziehen wird: An das wohl schönste Fleckchen Europas.

Vorschau: Im Mai entführen wir euch in das kleine hessische Städtchen Marburg- seid gespannt!

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Über Isabelle Hohmann

Jahrgang 1994. Geboren und aufgewachsen in Frankfurt am Main, Abitur im Jahre 2013, anschlie-ßend Beginn des Studiums an der Johannes-Gutenberg Universität Mainz. Ihre Studienfächer sind Komparatistik/ Europäische Literatur im Hauptfach und Ethnologie im Beifach. Bei Face2Face aktiv dabei ist sie seit November 2013 und schreibt seither mit viel Spaß für die Reise-Rubrik. In ihrer freien Zeit reist sie gerne in verschiedene Länder und Städte. Allein innerhalb des letzten Jahres ist sie in neun Städten unterwegs gewesen. Diese Reiseerfahrungen bringt sie des Öfteren in ihren Artikeln unter.

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