Asiatisches Essen, Teil 4: Wan Tan

Was in deutschen Gefilden nur in China-Restaurants angeboten wird, findet sich im Herkunftsland an jeder Straßenecke. Bei den kulinarischen Klassikern, die auch Hun Tun genannt werden, handelt es sich um gefüllte Nudelteigtaschen – eine Unterkategorie von Dim Sum (Anm. d. Red.: Dim Sum bezeichnet ein großes Spektrum an kleinen Gerichten mit Füllung). Als Suppe schreibt man Wan Tan sogar heilende Kräfte für Magen und Milz zu. Gekocht, gegart oder gebacken eignen sich die China-Kracher für den Gaumen vor allem als Vorspeise, Beilage oder als kleiner Snack. Die Füllung ist dabei so vielfältig wie die Zubereitung selbst: Traditionell mit Schweinefleisch serviert, gibt es die Teigtaschen auch mit Meeresfrüchten, Huhn oder ganz vegetarisch. Die herzhaften Täschchen aus der chinesischen Küche sind auch am heimischen Herd schnell und mühelos zubereitet.

Gesund: Wan Tan Suppe werden heilende Kräfte zugesagt (© Clemens Lubitz / pixelio.de)

Zutaten und Materialien für Wan Tan:
Für die Füllung:

  • 250g Hackfleisch (Schwein)
  • eine Knoblauchzehe
  • zwei Frühlingszwiebeln
  • Salz, Pfeffer, Ingwer und Sojasoße zum Würzen
  • Öl
  • eine Pfanne und ein Messer

Für die Teigtaschen:

  • Wan Tan-Teig
  • ein Ei
  • Öl
  • Süß-Sauer-Soße zum Servieren
  • eine Pfanne, einen Teller, einen Löffel, eine Schüssel und eine Gabel zum Verquirlen

Zubereitung:

1. Die Frühlingszwiebeln in kleine Ringe schneiden. Den Knoblauch und den Ingwer würfeln.

2. Etwas Öl in eine Pfanne geben und das Fleisch darin anbraten bis es fast gar ist. Erst dann die Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer dazu geben und mit Sojasoße, Salz und Pfeffer nach Belieben würzen. Anschließend die Pfanne zum Auskühlen zur Seite stellen.

3. Die Wan-Tan-Teigblätter auf einem Tisch ausbreiten und ein Ei verquirlen. Nun die Ecken des Teigs mit dem Ei bestreichen und ein bis zwei Löffel der Füllung in die Mitte geben.

4. Die Blätter verschließen: Dafür können diese diagonal zusammengeklappt und die Ränder zu kleinen Dreiecken ausgedrückt werden. Weiterhin kann man alle vier Ecken nach oben ziehen und zusammendrehen. Welche Form die Wan Tan auch annehmen – ihre Enden sollten anschließend mit etwas Ei gut verklebt werden.

5. Nun Öl zum Frittieren in eine Pfanne geben und diese vorheizen. Anschließend die Wan Tan darin goldbraun anbraten und dabei mehrfach wenden. Die fertigen Teigtaschen auf einem Teller abtropfen und auskühlen lassen. Beim Servieren die Süß-Sauer-Soße dazu reichen.

Tipp:

  • Wan Tan-Teig kann man in asiatischen Supermärkten in der Tiefkühlabteilung kaufen. Alternativ eignet sich auch der Frühlingsollen-Teig dafür.
  • Wer zur gesünderen Variante greifen und die Wan Tan lieber garen möchte, kann dies ohne großen Aufwand tun. Hierfür lediglich Wasser in einem Topf kochen und ein Sieb darüber anbringen. Das Sieb darf dabei das Wasser nicht berühren. Die Taschen anschließend darauf fünfzehn Minuten dämpfen.

Vorschau:
Nächste Woche verrät euch die Tipps&Tricks-Redaktion, mit welchen Mitteln eure nächste Hausparty zum Erfolg wird.

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Weitere Serienteile:
Teil 1: Karepan
Teil 2: Onigiri
Teil 3: Frühlingsrollen
Teil 5: Sesam- und Grüntee-Eis
Teil 6: Japanische Weihnachtstorte


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Über Gülcin Onat

Als ein Kind der 90er Jahre ist Gülçin in Berlin geboren und aufgewachsen. Seit 2016 ist sie Master-Absolventin der Bereiche Kultur, Literatur und Medien. Neben dem Studium absolvierte sie diverse Praktika im PR- und Marketing-Bereich und veröffentlichte dabei zahlreiche Presse- und Werbemitteilungen. Bereits in jungen Jahren in Schülerzeitungen aktiv, ist sie seit 2011 für Face2Face als Journalistin tätig. In der Rubrik Tipps&Tricks kann sie ihrer Leidenschaft, dem Kochen, Ausdruck verleihen und ihrer Vorliebe für die asiatische Küche nachgehen. Ein Hang zum Experimentellen und unkonventionelle Ideen bilden dabei die Grundlage ihrer Anregungen und Ratschläge.

3 Gedanken zu “Asiatisches Essen, Teil 4: Wan Tan

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