„Die meiste Inspiration für meine Musik hole ich aus dem täglichen Leben“ – Nik Mit dem Kopf im Interview

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Ziemlich sympathisch: "Nik mit dem Kopf" bleibt sich selbst treu (Foto:offizielles Pressefoto)

Nicht nur im Entertainment-Bereich hat Ludwigshafen am Rhein ein wahres Talent zu bieten, auch musikalisch legt die Stadt nach. Face2Face hat den Hip-Hopper „Nik mit-dem Kopf“ über seine Anfänge und Ziele ausgefragt und er hat liebend gerne geantwortet.

Face2Face: Wie hast du mit der Musik angefangen?
Nik: Angefangen hat alles 2002. Damals habe ich noch sehr viel Rock Musik, zum Beispiel Led Zeppelin,Nirvana,System of a Down und so weiter, gehört. Eines Tages habe ich einen Remix von „Eminem“ auf einem „Led Zeppelin“-Instrumental gehört und war von der Art wie „Eminem“ auf diesem Instrumental gerappt hat so begeistert, dass ich am selben Tag noch meinen ersten Song mit einem Headset aufgenommen habe.

Face2Face: Hat Ludwigshafen irgendwas mit deiner Musik und deinem Erfolg zu tun?
Nik: Klar hat Ludwigshafen sehr viel mit mir und meiner Musik zu tun.
Ich bin hier aufgewachsen und wurde von der Stadt und den verschiedensten Leuten und ihren jeweiligen Mentalitäten inspiriert und beeinflusst. Die meiste Inspiration für meine Musik hole ich aus dem täglichen Lebenund da ich hier in Ludwigshafen lebe, ist die Stadt so gesehen das natürliche Umfeld meiner Inspiration.

Face2Face: Wie würdest du deine Musik für Menschen, die dich nicht kennen, beschreiben?
Nik: Ich versuche mich mit meiner Musik nicht zu fixieren, sondern breitgefächert und flexibel zu sein und dabei für Authentizität einzustehen. Ich bin nun mal der bodenständige Junge von nebenan, der aus Liebe und Spaß Musik macht und der kein Gangster, Emo, Rocker, Backpacker oder ähnliches ist. Vielleicht bin ich von allem ein bisschen – je nach Stimmung, Phase und Tagesform. Ich möchte den Hörern kein Image verkaufen nur um meinen Wiedererkennungswert zu erhöhen. Hip Hop in der heutigen Zeit erinnert mich immer mehr an die „World Wrestling Federation“. Jeder Rapper versucht sich irgendein Image aufzubauen und es zu festigen, um Erfolg zu haben. Auf der einen Seite ist das klar: Rap ist Entertainment und es geht um die Unterhaltung. Ich bin allerdings der Auffassung, dass die Musik dabei nicht aufgrund des Images vernachlässigt werden sollte, und bemühe mich mit meiner Musik da gegen den Strom zu schwimmen. Ansonsten rate ich jedem einfach mal selbst reinzuhören und sich sein eigenes Bild zu meiner Musik zu machen.

Face2Face: Wie sieht die Arbeit an einem Song aus? Mit wem arbeitest du zusammen?
Nik: Meistens bekomme ich von einem meiner befreundeten Producer einen Beat und schreibe dann, sobald ein Thema in meinem Leben existiert, das ich gerne in einem Song verarbeiten möchte, einen Text. Danach wird das Ganze entweder in meinem Homestudio aufgenommen, gemischt und gemastert oder in externen Studios durch Producer, die beim jeweiligen Song oder Projekt mitarbeiten.

Face2Face: Wie fühlt man sich, wenn man so viel positiven Zuspruch in der Szene und den entsprechenden Portalen und Magazinen bekommt?
Nik: Es freut mich sehr, wenn Leuten meine Musik gefällt und noch mehr wenn ich ihnen persönlich mit meinen Texten etwas mitgeben kann.

Face2Face: Worauf arbeitest du hin? Was sind deine aktuellen und nächsten Projekte?
Nik: Ab Mai beginne ich intensiv mit den Arbeiten an meinem Debut-Album, das hoffentlich 2013 erscheinen wird. Aktuell suche ich aus diesem Grund bereits nach Partnern, die sowohl vor als auch hinter den Kulissen bei der Albumproduktion mitwirken.

Face2Face: Was sind deine Wünsche und Ziele für 2012?
Nik: In musikalischer Hinsicht wünsche ich mir, dass meine Songs das restliche Jahr noch sehr viele Gehörgänge erreichen und ich gut mit der Arbeit am Debut-Album vorankomme. Ansonsten wünsche ich mir das Wichtigste, nämlich Gesundheit für mich, mir nahestehende Personen und alle anderen.

Vorschau: Und kommenden Samstag lest ihr hier an dieser Stelle den zweiten Teil der Reportage “Music made in Hamburg”.