Das perfekte Bond-Girl – ein Interview mit Schauspielerin Nora Tschirner

Eigentlich ist der Weg von Meike Pelzer längst vorbestimmt: Das erfolgreich abgeschlossene BWL-Studium, die Übernahme des väterlichen Betriebs und die bevorstehende Heirat ihres langjährigen Freundes. Doch ihr großer Traum ist es auszubrechen und „offroad“ zu fahren. Nora Tschirner ist aktuell in einer Mischung aus Roadmovie und Liebeskomödie in den deutschen Kinos zu sehen.
Mit Face2Face sprach die 30-Jährige unter anderem über ihre aktuelle Rolle, die Angst vor der Kamera zu stehen und ihre Qualitäten als Bond-Girl.

Nora Tschirner: Aktuell in ihrem Film „Offroad“ zu sehen (Foto: Deobald)

Face2Face: Sie haben in über 30 Fernseh- und Kinoproduktionen mitgespielt. Wirken Sie lieber in Serien- oder Kinofilmen mit?
Tschirner: Das kommt immer auf das Drehbuch an. Statistisch gesehen habe ich in mehr Kinofilmen mitgewirkt, aber die Dreharbeiten von „Ijon Tichy“ und der Gastauftritt in „Doctor’s Diary“ haben mir auch sehr viel Freude bereitet.

Face2Face: Denken Sie dabei auch gerne an die Zeit der ARD-Vorabendserie „Die Sternenfänger“ zurück?
Tschirner: Ja, Wahnsinn, das ist jetzt schon zwölf Jahre her. Alles war sehr jugendlich melancholisch und mit wirklich guter Musik hinterlegt. Ich erinnere mich gerne daran zurück, die Dreharbeiten waren eine tolle Zeit.

Face2Face: Welche Szene finden Sie in ihrem aktuellen Kinofilm „Offroad“ besonders amüsant?
Tschirner: Da gibt es mehrere. Es sind meist Szenen, in denen man nicht mich sieht, sondern meine Schauspielkollegen. Die Szene mit dem Gazastreifen und dem daraus entstehenden dilettantischen Gangster-Dialog zwischen Julian (Thomas Fränzel), Ulf (Stefan Rudolf) und Tuschi (Tonio Arrango) ist momentan mein Favorit. Da breche ich schon mal ab. Und bei Max von Pufendorf kann ich mich auch schlapplachen.

Face2Face: Modisch gehören Sie zu den eher ordentlich gekleideten Schauspielerinnen. Wie war es für Sie die unvorteilhaft angezogene Meike Pelzer zu spielen?
Tschirner: Schlichtweg super. Meike Pelzer ist für mich der Inbegriff der Grauzone. Mir ist es wichtig, dass das Äußere den Charakter meiner Figur unterstreicht. Bei den Kostümproben war ich stets involviert und konnte beobachten, wie sich meine Figur im Laufe des Films charakterlich verändert.

Face2Face: Wie kann man sich den Ablauf der Dreharbeiten vorstellen?
Tschirner: Es werden zwei bis drei Szenen pro Tag gedreht. Insgesamt waren es bei „Offroad“ 35 Drehtage.

Beantworteten jede Frage von ihren Fans im Mannheimer Cineplex: Thomas Fränzel, Nora Tschirner, Stefan Rudolf und Elyas M’Barek (von links) bei der Kinotour zum Film „Offroad“ (Foto: Deobald)

Face2Face: Welche Lebensweisheit kann der Zuschauer aus „Offroad“ gewinnen?
Tschirner: Man sollte im Leben öfter mal Zwischenbilanzen ziehen, nicht erst warten bis Weihnachten alles eskaliert.

Face2Face: Mal etwas ganz anderes: Was halten Sie vom aktuellen James Bond, Daniel Craig?
Tschirner: Daniel Craig gefällt mir richtig gut in seiner Rolle als James Bond – ein Schauspieler, der mehr Coolness mitbringt als seine Vorgänger.

Face2Face: Welche Eigenschaften bringen Sie als Bond-Girl mit und welches Bond-Girl favorisieren Sie?
Tschirner (verstellt ihre Stimme): Meinen Top-Body. Ich kann mich super räkeln, glänze im Sonnenlicht und ich kann die Haare werfen. Mein Favorit ist Eva Green aus „Casino Royale“.

Face2Face: Haben Sie einen Tipp für Menschen, die vor der Kamera schüchtern sind, aber trotzdem gerne Schauspieler werden möchten?
Tschirner: Naja, das Wichtigste ist, dass man aus Freude an der Sache Schauspieler werden möchte. Wenn man merkt, dass man Probleme hat mit Kameras, dann ist es vielleicht einfach nicht der richtige Beruf. Zur Sicherheit würde ich mich dazu nochmal im Berufsinformationszentrum beraten lassen – der Beruf des Floristen muss nicht unbedingt schlecht sein (lacht).

Face2Face: Aber Ihr Traumberuf ist nach wie vor Schauspielerin?
Tschirner: Ich finde das Aufgabenfeld extrem spannend und abwechslungsreich – demnach bin ich für einen Nine-to-five Job nicht geschaffen.

Face2Face: Sind Sie demnach auch kein Freund von Routine?
Tschirner: Am Set muss ich mich natürlich an die zeitlichen Abläufe halten, jedoch entsteht dabei nie wirklich eine Art von Routine. Ich mag es lieber, meinen Tag selbst zu strukturieren.

Verlosung von handsignierten Autogrammkarten von Nora Tschirner:

Gewinnspiel: Mit etwas Glück gehört eine der vier handsignierten Autogrammkarten euch (Foto: Jenowein)

Im Rahmen des Interviews mit Nora Tschirner verlosen wir vier handsignierte Autogrammkarten. Was ihr für eine der vier Karten tun müsst: Schreibt bis einschließlich Freitag, 30. März, 23:59 eine Mail an jean-claude.jenowein@face2face-magazin.de mit dem Betreff „Nora“. In der E-Mail enthalten sein sollte eurer Name sowie eure Postadresse.

Verlost wird unter allen Teilnehmern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am Freitag, 6.April via E-Mail.


Vorschau: Nächste Woche könnt ihr im Panorama einen Testbericht über legale Drogen lesen.

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