Einzelkämpfer mit vielen Talenten – Daniel Aminati im Interview

Das Gesicht von "taff": Daniel Aminati (Foto: Bene Müller/ProSieben)

Ursprünglich wollte er Fußballprofi werden, feierte dann mit der Boygroup „Bed & Breakfast“ musikalische Erfolge. Heute moderiert er „taff“, ein bekanntes Lifestyle-Magazin für den TV-Sender „ProSieben“ – Daniel Aminati hat bereits eine beachtliche Karriere hingelegt. Mit Face2Face sprach der 38-Jährige über sein Erfolgsrezept, die Familienplanung und neue Projekte.

Face2Face: Sie haben vor Kurzem „Die Alm“ moderiert. Könnten Sie sich vorstellen, auch einmal als Bewohner auf die Alm zu gehen?
Aminati:
Nein, ich denke nicht. Das Format „Die Alm“ zielt darauf ab, die Protagonisten an ihre Grenzen zu bringen. Warum sollte ich mich dem aussetzen? Zudem ist mir meine Privatsphäre zu wichtig, als dass ich 24 Stunden am Tag eine Kamera um mich herum haben wollen würde. Einem privaten Besuch auf einer Alm mit Freunden würde allerdings nichts im Weg stehen.

Face2Face: Wie sind Sie dorthin gekommen wo Sie heute sind? Was ist ihr Erfolgsgeheimnis?
Aminati:
Mein Erfolgsgeheimnis ist ganz einfach: Spaß haben. Ich glaube, wenn man etwas mit Spaß tut, entwickelt man bestimmte Qualitäten und investiert gleichzeitig auch viel mehr Energie und Zeit, als wenn man etwas nur ungern macht.

Face2Face: Wie sieht ein durchschnittlicher Wochentag bei Ihnen aus?
Aminati:
Ich stehe zwischen sechs und sieben Uhr auf, treibe dann meist etwas Sport. Zurzeit bin ich auch viel im Studio, um Songs zu schreiben und mein neues Album aufzunehmen, das im Frühjahr erscheinen soll. Ab 14.30 Uhr bin ich dann meist im Sender bis etwa 18.30 Uhr.

Face2Face: Mit 17 Jahren wollten Sie Fußballprofi werden, spielten in der Jugendmannschaft von Alemannia Aachen und dann beim FC Bayern München. Wieso hat es damals nicht geklappt mit der Fußballkarriere und macht sie das manchmal traurig?
Aminati:
Ich denke, ich war zu unkonzentriert und zu unruhig für eine Fußballkarriere. Wenn man in jungen Jahren ein Talent entwickelt, sollte das von der Familie erkannt und gefördert werden. Bei mir war das leider nicht der Fall – ich war immer nur Einzelkämpfer. Obwohl es ein großer Traum von mir war Fußballprofi zu werden, bin sehr zufrieden mit meiner aktuellen Karriere. Außerdem wäre ich mit heute 38 Jahren ja schon längst nicht mehr aktiv dabei, sondern hätte höchstens noch einen  Managerposten inne.

Symbolisiert Leichtigkeit: Aminatis Tattowierung auf der linken Körperhälfte (Foto: Guido Schröder)

Face2Face: Sie engagieren sich unter anderem für Kinder in Afrika. Was bedeutet Ihnen Ghana, das Vaterland Ihres Vaters?
Aminati:
Ehrlichgesagt habe ich mit Ghana selbst wenige Berührungspunkte. Ich war auch noch nie dort. Meine Eltern haben sich früh scheiden lassen – vielleicht liegt es daran. Trotzdem werde ich natürlich durch mein Aussehen mit meinen Wurzeln konfrontiert und habe daher auch eine Affinität zu dunkelhäutigen Menschen. Aber ich engagiere mich ja nicht nur in afrikanische Organisationen: Ich  bin zum Beispiel auch Mitglied bei „Alle Kids sind VIP′s“, einem Verein, der Kinder mit Migrationshintergrund unterstützt. In meinen Augen ist es ein Unding, dass Migrantenkinder immer noch benachteiligt werden. Mario Gomez und „Culcha Candela“ sind auch Förderer dieser Organisation.
Ich versuche einfach kleine Beiträge zu leisten, weil es mir gut geht. Ich möchte etwas davon zurückgeben. Außerdem glaube ich, dass ein solches Engagement mich auf dem Boden der Tatsachen hält.

Face2Face: Haben Sie eine Freundin?
Aminati:
Ja, ich habe eine Freundin. Wir kennen uns seit etwa einem Jahr. Ich fühle mich sehr wohl in der Beziehung, weil wir eine Sprache sprechen. An meiner Freundin schätze ich, dass sie herzensgebildet und intelligent ist.

Face2Face: Wie sieht es mit Familie und Kindern aus? Ist da etwas in Planung?
Aminati:
In Planung würde ich nicht sagen. Da ich drei Schwestern habe, war bei uns zuhause früher immer etwas los. Daher will ich auf jeden Fall eine Familie gründen. Wenn es dann soweit ist, freue ich mich natürlich, aber es ist jetzt nicht der nächste Schritt.

Face2Face: Sie haben mehrere Tattoos. Haben sie eine tiefere Bedeutung?
Aminati:
Ich habe drei Tattoos. Das kleinste davon befindet sich an der Innenseite des linken Oberarms. Es sind chinesische Zeichen, die „Reisender auf der Suche nach Frieden“ bedeuten. Meinen rechten Oberarm ziert ein Drache, der in der Mythologie der Asiaten für Glück und Stärke steht. Dieses Tattoo ist in einer für mich sehr schwierigen Zeit entstanden, nämlich zwei bis drei Jahre nach meinem Ausstieg mit „Bed & Breakfast“. Damals bin ich in ein tiefes Loch gefallen. Mein drittes Tattoo befindet sich am linken Oberarm, geht über die Schulter und bis zu den Rippen. Es ist ein florales Muster, das Leichtigkeit ausdrücken soll. Das Tattoo rechts und das links stehen sozusagen für die Dualität des Lebens.

Face2Face: Welche Rolle spielt Sport in Ihrem Leben?
Aminati:
Ich treibe fünf- bis sechsmal die Woche Sport. Ich boxe, jogge, mache Fitness und Turmspringen. Sport hilft mir loszulassen und Druck abzubauen – es hat etwas Meditatives.

Face2Face: Sie haben fast 46.000 Likes auf „Facebook“. Was bedeuten Ihnen Ihre Fans?
Aminati:
Der Austausch mit dem – ich sage jetzt mal Zuschauer ist wichtig, weil ich so heraushören kann, was den Leuten gefällt und was nicht. Es gibt zwar die Einschaltquoten, aber daran kann man die Arbeit eines Moderators nur bedingt messen und oftmals spiegeln diese auch nicht immer die Qualität einer Sendung wider, finde ich.

Face2Face: Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Aminati:
Mein größtes Projekt für das kommende Jahr wird mein Album sein. Musik begleitet mich schon immer und ich kann mit ihrer Hilfe einfach am besten ausdrücken, was mich bewegt. Die Musik auf dem Album unterscheidet sich sehr von dem, was ich vor zwei Jahren gemacht habe – sie hat einen ernsteren Anstrich bekommen. Damit es beim Hörer nicht zu Irritationen kommt und auch weil es nur um die Musik, nicht aber um meine Popularität gehen soll, wird das Album unter dem Namen meiner Band laufen. Was die Band betrifft, sind wir aktuell an der Namensfindung und für Vorschläge immer offen (Anm. d. Red.: Ideen können gerne in den Kommentaren festgehalten werden).

Zu gewinnen: Autogrammkarten von "taff"-Moderator Daniel Aminati (Foto: T. Gartner)

Verlosung von Autogrammkarten:
Ihr seid große Fans von Daniel Aminati und das einzige, was euch noch fehlt, ist eine Autogrammkarte? Dann solltet ihr jetzt gut aufpassen: Denn Face2Face verlost vier der heiß begehrten Unterschriften.
Was ihr für Karten tun müsst:
 Schreibt bis einschließlich Freitag, 18. November, 23:59 Uhr eine Mail an tatjana.gartner@face2face-magazin.de mit dem Betreff „Aminati“. In der Mail enthalten sein sollte euer Vor- und Nachnamen, sowie eine aktuelle E-Mail-Adresse, über die man euch erreichen kann. Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen.
 Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am Montag, 21. November via Mail.

Viel Glück euch allen!

Vorschau: Am Dienstag, 1. November verrät uns TV-Sternchen Micaela Schäfer wie ihr die Erotikmesse „Venus“ in Berlin gefallen hat.

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2 Gedanken zu “Einzelkämpfer mit vielen Talenten – Daniel Aminati im Interview

  1. guter typ?`der nervt übel :D

    bester satz: Das Format „Die Alm“ zielt darauf ab, die Protagonisten an ihre Grenzen zu bringen.

    das format zielt darauf ab e-promis wieder ins tv zu bringen und die kandidaten werden so gewählt das es möglichst viel ärger gibt :D

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