Fünf Tipps gegen Blasenentzündung

Klirrende Kälte: Der Winter naht und mit ihm die Zeit der Blasenentzündungen (© Mika Abey / pixelio.de)

Ein brennender Schmerz beim Wasserlassen, unerträgliche Unterleibskrämpfe und ständiger Harndrang – das alles können Symptome einer Blasenentzündung sein. Die im Fachjargon auch als Zystitis bezeichnete Blasenentzündung wird meist von Bakterien verursacht, die über die Harnröhre in die Blase gelangen. Wegen ihrer kürzeren Harnröhre sind Frauen öfter betroffen als Männer.

 Recherchiert man ein wenig im Internet, entdeckt man haarsträubende Berichte von Betroffenen, die jahrelang an chronischer Blasenentzündung leiden und weder ein noch aus wissen. Hat die Krankheit einen mal so im Griff, dass man sich nicht mehr vor die Tür traut – aus Angst zu starker Kälte ausgesetzt zu sein – oder tunlichst Geschlechtsverkehr vermeidet, weil die Vermutung naheliegt, dass die immer wiederkehrende Infektion damit zusammenhängt, sind die folgenden Tipps selbstverständlich hinfällig beziehungsweise nur am Rande hilfreich. In derartigen Fällen sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.

 Wer jedoch einmal im Jahr oder seltener an einer Blasenentzündung erkrankt, kann sich durch die folgende Tipps&Tricks-Liste einfach mal durchprobieren. Sie enthält die laut Internetrecherche fünf bewährtesten und am häufigsten empfohlenen Hausmittel gegen Blasenentzündung.

1. Woher die Bakterien kommen können und wie man das verhindern kann
Die Blasenentzündung-auslösenden Bakterien können unter anderem vom Darm her kommen – daher gilt beim Abwischen nach dem Toilettengang und auch beim Waschen der Geschlechtsorgane: immer von vorne nach hinten wischen, um Schmierinfektionen zu vermeiden. Allgemein sollten die Geschlechtsorgane nicht ständig und vor allem nicht mit Seife gewaschen werden, da diese den natürlich Säureschutzmantel der Haut zerstört. Spezielle Intimwaschlotionen gibt es in jedem Drogeriemarkt. Ein pH-Wert von vier ist hierbei optimal.
Aber auch ein Zusammenhang der Infektion mit dem Geschlechtsverkehr kann möglich sein, sodass die Bakterien von der Scheide in die Harnröhre wandern. Bei Benutzung eines Kondoms ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion geringer. Es kann aber zusätzlich hilfreich sein vor und nach dem Geschlechtsverkehr Wasser zu lassen.

2. Warm, wärmer, am wärmsten
Der Unterleib sollte in jedem Fall warm gehalten werden. Hierbei behilflich sein können natürlich Decken, aber auch die altbekannt Wärmflasche. Diese sollte – vor allem nach dem Wasserlassen – zwischen die Beine gelegt werden.

Hilft auf natürliche Weise gegen Blasenentzündung: Tee (© Cornelia Menichelli / pixelio.de)

3. Das richtige Getränk – und viel davon
Damit die Bakterien aus der Blase geschwemmt werden können, ist es notwendig so viel wie möglich zu trinken – zwei Liter am Tag sind Minimum. Am besten geeignet sind Blasen- und Nierentees, speziell Bärentraubenblättertee, da seine Inhaltsstoffe, nämlich Arbutin und die Gerbstoffe, antibakteriell wirken. Bevor man sich jedoch mit dem Tee selbst therapiert, sollte die Packungsbeilage aufmerksam gelesen werden. So sollte die Anwendung beispielsweise nicht länger als eine Woche dauern. Zudem wird die Einnahme des Tees für Schwangere und Kleinkinder nicht empfohlen.
Wer die Wirkstoffe der Bärentraubenblätter lieber in Pillenform zu sich nimmt, kann sich in der Apotheke „Cystinol akut“-Dragees besorgen. Die übliche Dosis für Erwachsene und Heranwachsende ab zwölf Jahren entspricht dreimal täglich zwei Tabletten. Auch hier gilt: Packungsbeilage sorgfältig lesen!

4. Die richtige Ernährung macht´s
Aufgrund ihrer schleimhautreizenden Eigenschaft sollte zumindest während einer akuten Blasenentzündung auf Alkohol, Kaffee und scharfe Gewürze verzichtet werden. Zur Besserung beitragen können basenbildende Lebensmittel, wie beispielsweise Gemüse, Obst, Kartoffel und Blattsalat. Da Blasenentzündungen häufig dann auftreten, wenn das Immunsystem geschwächt ist, sollte auch eine ausreichende Vitamin-C-Zufuhr gewährleistet sein.

5. Zur Vorbeugung: Cranberrysaft
Eine rein pflanzliche Alternative zum Antibiotikum gibt es nicht? Falsch. Mit unserer heimischen Preiselbeere verwandt, wirkt die Cranberry vorbeugend bei Blasen- und Harnwegsentzündungen. Und das funktioniert so: Die Bakterien haben kleine Fäden, die sie dafür nutzen sich an der Blasenwand festzusetzen. Die Wirkstoffe der Cranberry jedoch legen sich wie ein Schleimfilm über die Bakterien, sodass diese sich nicht mehr ansiedeln können und ausgeschwemmt werden. Eine 2001 im „British Medical Journal“ veröffentlichte finnische Studie beweist: Die Zahl der Harnwegsinfektionen bei weiblichen Testpersonen war um über die Hälfte, nämlich 56 % geringer, wenn diese regelmäßig Cranberrystaft konsumierten. Cranberrys gibt es auch in Form von Kapseln oder Pulver.

Vorschau: Nächsten Sonntag gibt´s den nächsten Teil der Traumberufeserie. Diesmal erzählt uns eine Feng Shui-Beraterin was an ihrem Job so traumhaft ist und gibt nützliche Tipps für alle, die es ihr gleichtun wollen.

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